Die Nuba-Berge

Mende wurde im Stamm der Karko in den Nuba-Bergen im Sudan geboren. Sie hatte eine idyllische Kindheit und wuchs mit ihrer Familie in einem typischen Dorf heran, wo Kühe und Landwirtschaft den Lebensunterhalt darstellten, so wie es dort seit Hunderten von Jahren üblich war.

Die Nuba sind charakteristisch geduldig, tolerant und haben eine besondere Zärtlichkeit. Sie sind bekannt dafür,  immer zu musizieren, zu singen, zu tanzen und zu schnitzen.
Die Nuba leben in den Ausläufern der Nuba-Berge im Zentral-Sudan. Die Nuba-Berge markieren den südlichen Rand der Wüste und die nördliche Grenze der fruchtbaren Böden, die vom Nil abgelagert wurden. Sie bestehen aus mehr als 50 Stämmen, welche sich miteinander die Provinz Süd-Kordofan im Sudan teilen.
Es gibt so viele Sprachen, wie es Stämme gibt, wobei viele der Nuba auch die offizielle Sprache des Sudan sprechen, das sudanesische Arabisch.

Die Hauptreligion der Nuba ist der Islam, obwohl der alte Schamanismus zusammen mit einem christlichen Einfluss im Süden immer noch vorherrscht.

Dörfer bestehen aus einer Reihe von Familienzusammenschlüssen. Nuba-Dörfer sind oft dort anzutreffen, wo die Berge Täler bilden, die sich zu den umliegenden Ebenen hin öffnen. Dies liegt daran, dass an solchen Stellen leichter Wasser zu finden ist.
Traditionsgemäß sind die Nubas Bauern und Hirten, die Kühe, Ziegen, Hühner und Esel halten. Oft kultivieren sie neben ihren Häusern auch einen Garten, wo sie Gemüse anbauen, das mehr Zuwendung benötigt, wie z. B. Zwiebeln, Paprika und Bohnen. Vom Dorf abgelegene Felder werden benutzt, um weiße Hirse (Sorghum) und andere Saaten wie Erdnüsse anzubauen.
Die Nuba-Stämme haben eine reiche Kultur. Ein berühmtes Zeugnis hiervon kann man in Leni Riefenstahls Arbeiten in The Last of the Nuba (Der/die letzte Nuba) erhalten. Nubas hegen eine Leidenschaft für den sportlichen Wettkampf,  insbesondere dem traditionellen Ringen. Die stärksten jungen Männer einer Gemeinschaft konkurrieren mit Sportlern aus anderen Dörfern, um für sich und ihr Dorf Stolz und Stärke zu steigern. Oft verbringen sie viele Stunden damit ihre Körper mit komplexen Mustern und Verzierungen zu bemalen. Dies spiegelt den grundlegenden Nuba-Glauben an die Macht und Bedeutung der Kraft und Schönheit wider.
Die Nuba-Stämme fielen unbeschreiblichen Grausamkeiten während des 20 jährigen Bürgerkriegs, der erst jetzt endete, zum Opfer. Es ist kaum vorstellbar, dass ein Konflikt, der den Tod von über 2 Millionen Menschen zur Folge hatte, weitgehend unbeachtet blieb. Neben den Toten und Vertriebenen hinterließ er eine "verlorene Generation" mit geringer Bildung und wenig Hoffnung in die Zukunft.
Die Mende Nazer Stiftung widmet sich der Aufgabe, den Nubas Bildung und Hoffnung zu bringen. Es ist eine Investition, die sich auszahlen wird. Ihre Spenden eröffnen eine unglaubliche Chance, den Menschen zu helfen, ihre Würde zu finden und ihre Hoffnung in die Zukunft wiederherzustellen. Die Zeit ist reif.