Nach einigen Rückschlägen erhielt Mende schließlich im Jahr 2003 Asyl. Dieses gelang ihr mit Hilfe von Damien Lewis und einem Sturm öffentlichen Protests. Seitdem hat sie die britische Staatsbürgerschaft. Heute lebt und arbeitet Mende in London, wo sie ein glückliches und ruhiges Leben führt. Sie ist verheiratet mit einem ehemaligen Flüchtling, ebenfalls Mitglied des Karko-Stammes, den sie auf einer Reise durch die Vereinigten Staaten während einer Signierstunde eines ihrer Bücher traf.
Auf die Frage hin, wie sie so viele Jahre unter Verfolgung und Qualen überleben konnte, antwortete sie: "Ich glaube sehr stark an Gott, ich habe eine starke Verbindung zu meiner Familie und trage immer die Hoffnung in mir, sie eines Tages wiederzusehen. Ich denke, Hoffnung und Entschlossenheit haben mir geholfen, in dieser schwierigen Zeit zu überleben".
Im Jahr 2006 hat sich diese Hoffnung erfüllt. Mit Hilfe von privaten Spendern trat Mende die Reise zurück in den Sudan an. Sie konnte es kaum fassen, dass es möglich war, in eine sichere Region der Nuba-Berge zu fliegen, wo sie sich zum ersten Mal seit ihrer Entführung mit ihrer Familie treffen konnte. Damien Lewis begleitete sie auf dieser gefahrvollen und emotional aufgeladenen Reise. Auch für ihr zweites Buch mit dem Titel „BEFREIT“, das diese Reise mit Mende beschreibt, war Damien Lewis erneut Co-Autor. „Befreit“ (Freiheit) musste erst noch in die englische Sprache übersetzt und veröffentlicht werden. Dieses aussagekräftige Buch lässt uns teilhaben an den Gefühlen und Emotionen Mendes bei der Wiedervereinigung mit ihrer Familie und ihrer Heimat.