Mende Nazer wurde im Stamm der Karko in den Nuba-Bergen im Sudan geboren. Sie hatte eine idyllische Kindheit und wuchs mit ihrer Familie in einem typischen Nuba-Dorf heran, wo Kühe und Landwirtschaft den Lebensunterhalt darstellten, so wie es dort seit Hunderten von Jahren üblich war.

NUBA-BERGE

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Die Menschen der Nuba-Berge sind charakteristisch geduldig, tolerant und haben eine besondere Zärtlichkeit. Sie sind bekannt dafür, immer zu musizieren, zu singen, zu tanzen und zu schnitzen. Es gibt so viele Sprachen, wie es Stämme gibt, wobei viele der Nuba auch die offizielle Sprache des Sudan sprechen, das sudanesische Arabisch.

Die Nuba leben in den Ausläufern der Nuba-Berge im Zentral-Sudan. Die Nuba-Berge markieren den südlichen Rand der Wüste und die nördliche Grenze der fruchtbaren Böden, die vom Nil abgelagert wurden. Sie bestehen aus mehr als 50 Stämmen, welche sich miteinander die Provinz Süd-Kordofan im Sudan teilen.

Der Sudan ist das größte Land in Afrika mit der nubischen Wüste im Norden und ausgedehnten Sümpfen und Regenwäldern im Süden. Er ist reich an Öl und Bodenschätzen, die zur Entstehung und Intensivierung des Konflikts beitrugen.

Vollständiger Name

Republik Sudan

Bevölkerung

43.2 Millionen (UN, 2010)

Hauptstadt

Khartum

Fläche

2.500.000 km²

Vollständiger Name

Republik Sudan

Bevölkerung

43.2 Millionen (UN, 2010)

Hauptstadt

Khartum

Fläche

2.500.000 km²

Die Nuba-Dörfer bestehen aus einer Reihe von Familienzusammenschlüssen. Sie sind oft dort anzutreffen, wo die Berge Täler bilden, die sich zu den umliegenden Ebenen hin öffnen. Dies liegt daran, dass an solchen Stellen leichter Wasser zu finden ist.

Traditionsgemäß sind die Menschen der Nuba-Berge Bauern und Hirten, die Kühe, Ziegen, Hühner und Esel halten. Oft kultivieren sie neben ihren Häusern auch einen Garten, wo sie Gemüse anbauen, das mehr Zuwendung benötigt, wie z. B. Zwiebeln, Paprika und Bohnen. Vom Dorf abgelegene Felder werden benutzt, um weiße Hirse (Sorghum) und andere Saaten wie Erdnüsse anzubauen.

Die Nuba-Stämme haben eine reiche Kultur. Ein berühmtes Zeugnis hiervon kann man in Leni Riefenstahls Arbeiten in The Last of the Nuba (Der/Die letzte Nuba) erhalten. Nubas hegen eine Leidenschaft für den sportlichen Wettkampf, insbesondere dem traditionellen Ringen. Die stärksten jungen Männer einer Gemeinschaft konkurrieren mit Sportlern aus anderen Dörfern, um für sich und ihr Dorf Stolz und Stärke zu steigern. Oft verbringen sie viele Stunden damit ihre Körper mit komplexen Mustern und Verzierungen zu bemalen. Dies spiegelt den grundlegenden Nuba-Glauben an die Macht und Bedeutung der Kraft und Schönheit wider.

Die Hauptreligion der Nuba ist der Islam, obwohl der alte Schamanismus zusammen mit einem christlichen Einfluss im Süden immer noch vorherrscht.

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